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Datum: 14.05.2020

Hinweise und Empfehlungen zum Corona-Virus

Wichtige Informationen für Unternehmen und Selbständige im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus:

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Finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen und Solo-Selbständige

Wichtige Information: Nachdem Betrüger Daten abgegriffen hatten, hatte die Landesregierung vorübergehend Auszahlung und Antragstellung gestoppt. Damit Kleinunternehmer, Freiberufler und Soloselbstständige schnell an die dringend benötigte finanzielle Unterstützung kommen, können vom 17. April 2020 an wieder Anträge auf NRW-Soforthilfe 2020 gestellt werden. Die korrekte Antragsseite kann – wie bereits zuvor – ausschließlich über https://soforthilfe-corona.nrw.de aufgerufen werden. Auch die Auszahlung bereits bewilligter Anträge wird voraussichtlich am 17. April wiederaufgenommen.

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. Antragsteller müssen bislang Ihre Waren und Dienstleistungen zum Stichtag 31.12.2019 am Markt angeboten haben. In begründeten Fällen sollen jedoch auch Menschen unterstützt werden, die nach dem Stichtag ihr Unternehmen gestartet haben und nun unverschuldet in eine Notlage geraten sind.


Das Programmvolumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Im Einzelnen ist vorgesehen:

+ bis 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten,

+ bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten,

+ bis 20.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 50 Beschäftigten.

Dabei handelt es sich um nicht zurückzuzahlende Liquiditätshilfen, wenn die Betroffenen durch die Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Diese Mittel sollen die laufenden Betriebskosten - insbesondere Miet- und Pachtkosten - decken.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Das Unternehmen muss vor der Krise wirtschaftlich gesund gewesen sein. In Folge der Corona-Krise

  • haben sich entweder die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert,
  • oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens zu erfüllen (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten),
  • oder der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.

Neu: Lebenshaltungskosten geltend machen
Damit die NRW-Soforthilfe 2020 allen Kleinunternehmen in der Corona-Krise die erhoffte Unterstützung bringt, hat die Landesregierung eine schnelle, faire Vertrauensschutzlösung entwickelt. Denn nach dem Willen der Bundesregierung darf die Soforthilfe nur für laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen verwendet werden und nicht für den Lebensunterhalt. Damit Solo-Selbstständigen, die im März und April keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt haben, daraus kein Nachteil entsteht, gewährt die Landesregierung ihnen für diese Monate einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2000 Euro.Die NRW-Landesregierung hat mit Mitteilung vom 12. Mai bekanntgegeben, dass Freiberufler und Solo-Selbstständige die Corona-Soforthilfe auch für Lebenshaltungskosten nutzen können. Insgesamt dürfen für die Monate März und April 2.000 Euro geltend gemacht werden. Was das im Detail bedeutet, erfahren Sie hier.

bitte beachten Sie, dass die Soforthilfe nur für betriebliche Zwecke zu verwenden ist. Für die Finanzierung des privaten Lebensunterhalts ist eine Grundsicherung beim zuständigen Jobcenter zu beantragen. Die Beantragung soll lt. Bundesregierung erleichtert möglich sein.

Bitte entnehmen Sie hier alle relevanten Informationen.


Die genaue Vorgehensweise, wie das Anmeldeverfahren funktioniert, entnehmen Sie bitte der Webseite. Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Antragsteller können ihren Antrag online auszufüllen und absenden. Sie erhalten im Anschluss eine automatisierte Eingangsbestätigung. Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.


Das Antragsformular für die NRW-Soforthilfe 2020 ist online unter soforthilfe-corona.nrw.de
Angesichts des großen Andrangs kann es zeitweise zu Verzögerungen beim Zugriff auf die Internetseite kommen. Der Link zum Antragsverfahren wird hier und den Webseiten der fünf Bezirksregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) zur Verfügung gestellt.

Wichtiger Hinweis

Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per Mail an das Wirtschaftsministerium oder die Bezirksregierungen. Diese werden nicht bearbeitet. Ausgedruckte Anträge können nicht verarbeitet werden.

Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld hat eine neue Hotline zum Soforthilfefonds für Soloselbstständige und Betriebe bis 50 MitarbeiterInnen eingerichtet: 0521/554-450. Die Hotline ist zu den üblichen Öffnungszeiten aktiv.


Kurzarbeit
Gelockerte Voraussetzungen bei Beantragung

Unternehmen können nunmehr unter gelockerten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beantragen.

Zur Anzeige von Kurzarbeit bzw. zur Beantragung von Kurzarbeitergeld nehmen Unternehmen Kontakt zum Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit vor Ort auf.
Arbeitgeber-Service ist erreichbar in der Zeit von Montag – Freitag, 8 -18 Uhr

Kontakt für den Kreis Herford bitte über die lokale Hotline 0800-4 5555 20

Agentur für Arbeit Herford : 05221 985 980

Alle tagesaktuell relevanten Informationen gibt die Arbeitsagentur.

Das Arbeitgebermagazin Faktor A beantwortet die sieben wichtigsten Fragen für Arbeitgeber zum Thema Kurzarbeit.

 

Auch die Regionalagentur OWL steht Unternehmen bei Fragen zum Thema Kurzarbeitergeld zur Verfügung.​

Petra Biernot, Kreise Herford, Minden-Lübbecke, Telefon 0521-96733-282


Wichtig
: Der ausgefüllte Antrag auf Kurzarbeitergeld muss spätestens am letzten Werktag des Monats für den beantragt wird, eingereicht werden. Bsp. Monat März 2020 = Dienstag, 31. März 2020


Liquiditätssicherung

Liquiditätssicherung durch Bürgschaften

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen Unternehmen in NRW öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung. Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Telefonische Auskunft gibt es unter 02131 5107-200 und im Internet bei der Bürgschaftsbank NRW.

Liquiditätssicherung durch Beteiligungskapital

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.

Telefonische Auskunft gibt es unter 02131 5107-200 und im Internet bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft.


NRW-Bank berät individuell

Die Förderberater der NRW.BANK informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Betroffene Unternehmen sollten sich so früh wie möglich melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten ausloten zu können.

Das NRW.BANK-Service-Center informiert unter Tel. 0211 91741 4800. Antrag im Hausbankenverfahren, binden Sie bitte frühzeitig Ihre Hausbank mit ein!

KfW-Schnellkredit mit 100% Absicherung

 Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit? Ab dem 15.04. (nach Genehmigung der EU-Kommission) können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen – oder weiterhin einen der bestehenden Kredite zur KfW-Corona-Hilfe. Der KfW-Schnellkredit 2020 richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind. Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden und ist zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Weitere Details, z.B. wie Sie die genaue Anzahl Ihrer Mitarbeiter ermitteln, erfahren Sie auf der Produktseite zum KfW-Schnellkredit.

KfW optimiert Kreditkonditionen

Die KfW als Förderbank des Bundes bietet konditionenoptimierte Kreditprogramme an. Die Bank informiert unter Tel. 0800 539 9001. Weitere Informationen auf der KfW-Webseite

WICHTIG: Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden. Ihre Begleitung ist bei der Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten unerlässlich.


Steuererstattung / Steuererleichterung / Stunden

Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31.12.2020 unter Darlegung Ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern stellen. Gestellt werden kann auch ein Antrag auf Anpassung der Vorauszahlung auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer.
Zur Steuererleichterung aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus nehmen Sie bitte Kontakt mit dem zuständigen Finanzamt auf.

Finanzamt Bünde und Herford

Das Finanzamt bittet die Unternehmen, bei Engpässen und Fragen sich mit dem oder der zuständigen SachbearbeiterIn in Verbindung zu setzen. Bitte, falls der Kontakt nicht bekannt ist, unter der allgemeinen Telefonnummer

anrufen, Steuernummer nennen, dann wird man mit dem zuständigen Ansprechpartner verbunden.

Herford (Herford, Enger, Hiddenhausen, Spenge, Vlotho) à 05221-188 0             

Bünde   (Bünde, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen) à 05223 – 169 0


Entlastung für Gewerbesteuerzahlende
Wirtschaftsunternehmen und andere Gewerbesteuerzahlende im Kreis Herford sollen entlastet werden. Landrat und Bürgermeister haben sich darauf verständigt, dass es Entlastungen bei den Gewerbesteuervorauszahlungen geben soll. Darüber wird im Einzelfall entschieden. Deshalb sollen sich Gewerbesteuerzahlende mit der jeweiligen Kommune in Verbindungen setzen.

Reduzierung des Krankenkassenbeitrags bei unverhältnismäßiger Belastung. Die Reduzierung ist nur auf die Zukunft bezogen.

  • Eine unverhältnismäßige Belastung liegt vor, wenn das aktuelle Arbeitseinkommen um mehr als ein Viertel gegenüber dem zuletzt für die Beitragsberechnung festgestellten Arbeitseinkommen reduziert ist.
  • Die Einnahmen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit haben sich um mindestens 25 Prozent gegenüber dem Arbeitseinkommen verringert, welches für die letzte Beitragsberechnung eingesetzt wurde.
  • Die Reduzierung der Beitragsbemessungsgrundlage erfolgt nur auf Antrag des freiwilligen Mitgliedes. Die Beitragsreduzierung kann nur zukunftsbezogen vorgenommen werden.
  • Die freiwillig versicherten Selbstständigen müssen einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf Reduzierung der Beitragsbemessungsgrenze stellen. Grundlage für die Berechnung sind der Vorauszahlungsbescheid zur Einkommensteuer und ergänzend dazu Unterlagen, die das voraussichtliche Arbeitseinkommen nachweisen.

Förderung unternehmerischen Know-hows

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten.

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

  • Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.
  • Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim BAFA stellen. 

Nähere Informationen – insbesondere zur Antragstellung – entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Corona betroffene Unternehmen.


Gibt es bei Quarantäne Entschädigung für Selbständige?

  • Wenn Selbständige unter Quarantäne gestellt sind, erhalten auch sie Zahlungen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes. Übernommen werden Entschädigungszahlungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Einkommens aus dem letzten Jahr. Zusätzlich können Betriebsausgaben (etwa die Miete für Praxen oder Büroräume) in angemessener Höhe erstattet werden. Die Kosten können Selbständige im Falle einer Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt des Kreises Herford beim zuständigen Landschaftsverband Westfalen-Lippe stellen. Weitere Informationen erhalten Sie über die wfg unter info@wfg-hf.de oder Tel. 05221 182405-0.
  • Das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht ist für die Entschädigung von Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch eine zuständige Behörde ausgesprochenen Quarantäne (Absonderung) zuständig. Berechtigte sind hierbei Arbeitnehmer und Selbständige/ Freiberufler gegen die direkt eine Quarantäne von der zuständigen Behörde ausgesprochen wurde. (Sehen Sie hierzu die beigefügten Merkblätter).

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Arbeitsschutz und Gesundheitshinweise für Betriebe

Arbeitsschutzrechtliche Auswirkungen


Weitere Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema "Corona und Wirtschaft":
  • Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld beantwortet Fragen wie z.B. Arbeitsschutz, Homeoffice, Dienstausfall
  • Allgemeine Informationen zum COVID-19 erhalten Sie beim Bundeswirtschaftsministerium
  • Fragen und Antworten sowie aktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus finden Sie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts.
  • Die Webseite des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gibt Coronavirus - Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen.
  • Informieren Sie sich hier über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und Tipps der Landesregierung.
  • Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer sehen im Angesicht des Coronavirus‘ nicht nur ihre Gesundheit sondern auch ihre Existenzgrundlage bedroht. Der Staat bietet hierfür verschiedene Möglichkeiten an, um auch Kleinunternehmer und Selbstständige vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren. Hier erfahren Sie mehr.

Allgemeingültige Auskünfte für die individuellen Sachverhalte gibt es leider nicht, sondern müssen unternehmensspezifisch mit den genannten Ansprechpartnern/innen geklärt werden. Wir hoffen dennoch, die obigen Informationen und Links helfen für den Moment weiter.

Bitte sprechen Sie uns gerne an, sollten Sie weitere Fragen haben! Telefonisch unter 05221-182 405-0 oder per Mail unter info@wfg-hf.de. 


 

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